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27 06 2009

HFW LuzernEs ist mal wieder so weit… Excel-Unterricht an der HFW Luzern auf dem Professional-Level (oder auch nicht)!

An der HFW Luzern (höhere Fachschule für Betriebswirtschaft) sind nur Studenten mit einem minimalen Arbeitspensum von 60% zugelassen. So kann gewährleistet werden, dass jeweils auch der benötigte Praxisbezug vorhanden ist. Der Praxisbezug und auch das damit verbundene Hintergrundwissen wird in allen Fächern als Grundlage vorausgesetzt. Leider nur nicht im Fach Informatik, obwohl vermutlich alle Studenten täglich mehrere Stunden mit Excel arbeiten. Aber wie es der Name des Handlungsfeldes “Informatikgrundlagen” ja bereits sagt, werden wir vermutlich noch bis zu unserer Diplomübergabe in 2.5 Jahren mit Excel-Formeln wie “A1=A2+A3″ konfrontiert…

So habe ich zum Beispiel heute auf einem exceltechnischen Höchstniveau berechnet, dass ich 14289 Tage alt bin (siehe Artikel-Titel). Ob mir dies nun wirklich etwas bringt (ausser Depressionen), bezweifle ich schwer.

Einen Vorteil hat dieser gerade kritisierte Informatik-Unterricht aber doch; Ich hatte endlich wieder mal Zeit einen Blogeintrag zu schreiben. ;-)

Enjoy the weekend!





Metamorphose – die Entstehung eines Teams

21 10 2008

Das Wort „Metamorphose“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet Umgestaltung, Verwandlung bzw. Umwandlung. Ein klassisches Metamorphose-Beispiel ist die Umwandlung einer Raupe über die Puppe zum Schmetterling. Anhand dieses Beispieles kann das Kick-Off Seminars 2008 der HFW-Klasse A sehr gut versinnbildlicht werden.

Während den vergangenen zwei Tagen des Kick-Off Seminars 2008, welches aus meiner Sicht auch zugleich der offizielle Start in unser drei Jahre dauerndes Studium war, durchlebten wir auf eine spielerische und sehr interessante Art die verschiedenen Phasen einer Schmetterlings-Entstehung.

Erkenntnisse

Als wir das Seminar mit einer Zeichnungsrunde begannen, malte praktisch jeder Teilnehmer ein in sich geschlossenes Bild auf das grosse Blatt, welches denjenigen in irgendeiner Form charakterisierte. Diese Phase der Teambildung, in welcher die einzelnen Teilnehmer alle noch sehr zurückhaltend waren, nennt man Forming-Phase. Im Verlauf des Seminars wiederholten wir solche Zeichnungsrunden nach den unterschiedlichen Aufgabenblöcken immer wieder, wobei sich mehr und mehr eine Gruppenzugehörigkeit entwickelte. Nun war auf den Blättern nicht mehr eine Anhäufung von vielen unterschiedlichen Zeichnungen, sondern ein Gemeinschaftswerk zu erkennen. Diese Norming-Phase fand ich persönlich sehr interessant. Obwohl ich mich mit meinen Zeichnungsbeiträgen oftmals auf die provozierende Seite stellte, war dieser Prozess, welchen wir hier auch liebevoll als ICH-DU-WIR-Prozess bezeichnen könnten, von Bild zu Bild verfolgbar.

Entgegen meinen Erwartungen zeichnete sich dieser Verlauf des Kennenlern-Prozesses in den jeweiligen Aufgabenblöcken jedoch nicht wie eben erwähnt ab. Unsere Ideen, Einbringungen und Lösungen deckten sich praktisch von Anfang an. Es gelang uns oft relativ schnell zu einem Lösungsvorschlag zu gelangen, welchen wir dann ausschmückten, so dass sich jeder mit dem Endergebnis identifizieren konnte. Somit umgingen wir die befürchtete Storming-Phase ohne grössere Auseinandersetzungen. Ich persönlich hätte mir gewünscht, wir hätten eine erste Storming-Phase durchlebt. Diese sicher unangenehmste Phase des Team-Bildungsgrozesses habe ich durch meine provokativen Aussagen und Zeichnungen mehrmals bewusst versucht hervorzurufen – aus meiner Sicht leider vergeblich. Ich bin überzeugt, dass uns diese Konflikt-Phase früher oder später einholen wird und hoffe, dass wir dann nicht einen all zu grossen Rückschlag erleiden, sondern die dadurch entstandenen Probleme konstruktiv lösen werden.

Im Verlaufe der beiden Seminar-Tage kristallisierte sich immer mehr heraus, dass es auch in unserer Klasse sogenannte Alpha-Tiere gibt. Ich bin überzeugt, dass diese in einem gewissen Masse von Nöten sind, im Übermass sich aber als störend erweisen können. Deshalb habe ich versucht, stets aufmerksam, sachlich und direkt an die gestellten Aufgaben heran zu gehen und meinen Teil zur Gesamtlösung beizutragen, bin mir aber bewusst, dass dies nicht immer funktioniert hat.

Leitsatz, Normen und Werte

Hinter dem im Team erarbeiteten Leitsatz „ICH-DU-WIR“ und den damit verbundenen Normen und Werten für unsere gemeinsame Studienzeit kann ich zu 100% stehen. Dieser Leitsatz schafft es, mit drei prägnanten Worten zu umschreiben, was wir am Kick-Off Seminar durchlebt haben, was uns die kommenden drei Jahre erwartet und was von uns – und damit meine ich jeden Einzelnen aus unserer Klasse – erwartet wird. Die Wort-Reihenfolge haben wir bewusst so gewählt, um den Team-Bildungsprozess und das daraus entstandene Team auf diese Art zum Ausdruck zu bringen. Trotzdem soll niemand vergessen, dass er dieses Studium nicht fürs Team, sondern nur für sich und seine Zukunft macht. Jeder ist für den positiven Verlauf seines Studiums selber verantwortlich. Nichts desto trotz wird und soll das Team in dieser Konstellation die Rolle der stärkenden Hand übernehmen. Da die mit dem Leitsatz verbunden Normen und Werte wie Hilfsbereitschaft, Respekt und aktives Mitmachen im Unterricht die grundlegenden Eckpfeiler zum Zusammenhalt unseres Teams sind, bin ich der Überzeugung, dass wir mit derer Einhaltung fast unmögliche Ziele erreichen werden.

Persönlicher Beitrag

Da es mir sehr schwer viel, meine persönlichen Beiträge zu einem konstruktiven und wohlwollenden Lernumfeld in drei Konkrete Massnahmen zu verpacken, machte ich für mich ein MindMap, welches mich zu den folgenden drei Massnahmen bewogen hat, welche ich ergreifen will:

- Aktives Mitmachen im Unterricht

- So wenig wie möglich im Unterricht und in den Lerngruppen fehlen

- Organisation und Durchführung von gemeinsamen Aktivitäten

Ich bin mir bewusst, dass dies keine spektakulären Massnahmen sind, bin aber trotzdem der Meinung, dass sie sehr effektiv sind. Insgeheim erhoffe ich mir, bei meinen Mitschülern unbewusst die genau gleichen Massnahmen wachrütteln zu können. So würden wir als Einheit einheitliche Ziele verfolgen…

Wir starteten das Seminar als Ansammlung von Menschen (Raupe) und beendeten es schlussendlich als Team (junger Schmetterling). Ich bin überzeugt, dass wir als Klasse zu einem reifen Schmetterling heranwachsen werden, welcher ebenfalls neue Raupen entstehen lässt. Wenn wir das schaffen, haben wir die oberste und erstrebenswerte Stufe des Team-Bildungsprozesses, die Performing-Phase, erreicht.





“When Saturday Comes”

30 08 2008

Heute Morgen verfluchte ich das erste Mal die Samstage der kommenden Jahre, denn ab dem 15. Oktober 2008 werde ich jeweils am Mittwoch und am Samstag in Luzern an der HFW (Höhere Fachschule für Wirtschaft) wieder die Schulbank drücken. Der heutige Englisch-Einstufungstest liess meine Hoffnungen auf drei lockere Jahre drastisch klein erscheinen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass diese Weiterbildung zum Betriebswirtschafter HF kein “Easy-Way” sein wird, jedoch muss ich vermutlich immer wieder samstags, oder auf englisch When Saturday Comes” , daran denken, wie schön es doch wäre, bis mittags auszuschlafen oder ein verlängertes Wochenende mit meiner Freundin oder meinen Kollegen zu verbringen.

Aber - und das ist das Schöne an der ganzen Sache - jeder dieser Samstage lässt mich dem Ende der Schule etwas näher kommen und mich ein Licht am Ende des Tunnels sehen. Nur schade, hat die dreijährige “Schmachzeit” noch nicht einmal begonnen.

Naja, mir bleiben ja noch sechs ganze Samstage bis zum Schulbeginn…








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